Nun hat er es also geschafft. Was lange Zeit erwartet war und im Prinzip auch nur eine Frage der Zeit gewesen ist: der deutsche Leitindex DAX markiert ein neues Allzeithoch.Am Aktienmarkt treibt das billige Geld der EZB die Kurse so weit nach oben wie schon lange nicht mehr. Es war abzusehen – seit die EZB die Zinsen gesenkt und das Aufkaufprogramm gestartet hat gibt es an den europäischen Börsen kein Halten mehr. Eine trügerische Party, die viele dazu verleitet hat, Positionen in Gold ETFs aufzulösen und in den Aktienmarkt umzuschichten. Der weltweit größte börsennotierte Gold ETF, der SPDR Gold Trust, verliert konstant an Beständen. Anfang der Woche lagen die Bestände erneut leicht tiefer bei insgesamt 1062,30 Tonnen. Während börsennotierte Gold ETFs Rückläufe verzeichnen, zeichnet sich am physischen Markt ein ganz anderes Bild ab. Die sprunghaft angestiegene Nachfrage ausgelöst durch den starken Preisrückgang im Goldpreis hat sich zwar erholt, liegt aber dennoch auf einem relativ hohen Niveau. In unserem Handelshaus sehen wir nach wie vor das 4-fache am Nachfrageaufkommen im Vergleich zum Vormonat. Deutsche Sparer kaufen also weiterhin physisches Gold als Langfristabsicherung.
Und dieser Trend zieht sich über viele Institutionen und Länder hinweg. Die Notenbanken kaufen wieder Gold. Chinas Goldimporte klettern auf ein Allzeithoch. Im März haben sie sich mehr als verdoppelt auf insgesamt 223 Tonnen in nur einem Monat. Ein noch drastischeres Bild zeichnet sich in der Türkei ab. Türkische Importeure kauften 27 Tonnen Gold binnen 8 Tagen. Die ohnehin schon sehr hohe Nachfrage im Land nach Gold wurde erneut getoppt. Und in Deutschland kaufen die Anleger die Bestände der Händler leer. Nach wie vor gibt es immer noch Lieferschwierigkeiten bei einigen Produkten am Markt.
Und wie geht es weiter?
Auf kurz-bis mittelfristige Sicht sind die Goldpreis-Pessimisten in der Überzahl. Auch Warren Buffett äußerte sich jüngst negativ was die Preisentwicklung angeht. Auf der anderen Seite halten die Import- und Nachfragezahlen stark gegen diese Argumente. Und diese Ambivalenz sieht man auch in der Volatilität – also der Schwankungsintensität – des Goldpreises.
Während die ersten die Goldpreishausse als beendet abschließen möchten, meldet sich ein altbekanntes Problem – die Eurokrise. Nun befürchtet die EU einen weiteren Rettungskandidaten: Slowenien. Einem jüngsten Bericht zufolge soll die slowenische Regierung in Windeseile den Bankensektor sanieren, da es sonst zu einem Crash kommen könnte. Noch sind die Informationen aus informeller Hand doch Slowenien war schon lange als Wackelkandidat identifiziert. Wie es weiter geht wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Fakt ist – die meisten Menschen trauen der trügerischen Ruhe und der Aktienmarkthausse nicht über den Weg. Das sieht man eindeutig an den Nachfragezahlen. Goldbesitzer tun gut daran, ihre Bestände zu behalten. Für alle anderen Interessierten ist der Goldpreis nach wie vor interessant zum Einstieg. In unserem Goldshop sind alle Produkte ohne verzögerte Lieferfrist weiterhin verfügbar.




