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Gold konnte auch 2011 überzeugen

Ein spannendes wirtschaftliches und politisches Jahr liegt hinter uns. Die Goldpreisentwicklung war geprägt von stärkeren Schwankungen, was die Unsicherheit vieler Marktteilnehmer widerspiegelt. Dennoch scheint auch 2011 einmal mehr positiv für Goldanleger zu enden, womit sich der Trend seit der Jahrtausendwende fortsetzt. So wurden 2011 nach den neuen Rekordmarken zwar zwischenzeitlich auch größere Kursverluste beobachtet, insgesamt steht im Jahresverlauf jedoch eine positive Rendite von ca. 13% in USD und rund 16% in EUR zu Buche. Gold erzielt also einmal mehr ein zufriedenstellendes Ergebnis und auch für die Zukunft sind die Weichen für Preissteigerungen gestellt.

Goldpreisentwicklung in verschiedenen Währungen 2011

Gerade in der ersten Jahreshälfte konnte der Goldpreis in USD deutlich zulegen. In der zweiten Jahreshälfte rückte dann aber immer mehr die europäische Schuldenkrise ins Zentrum des Interesses und die Gemeinschaftswährung wertete gegen das Edelmetall ab. Im Großen und Ganzen dominierten 2011 die gleichen Themen wie bereits im Jahr zuvor. Die Finanzprobleme der Länder und marode Staatshaushalte standen oben auf der Agenda. Zusätzlich wurde der Goldpreis auch von politischen Unruhen gestützt. Die Regierungsumbrüche im Rahmen des arabischen Frühlings verunsicherten die globale Wirtschaft zusätzlich und machten den sicheren Hafen Gold zu einer gefragten Anlage.

Zinsen bleiben niedrig

Standen zu Beginn des Jahres noch mögliche Zinssteigerungen auf dem Programm, welche als Risiko für einen positiven Goldpreisverlauf angesehen wurden, hat sich dieser Trend bereits wieder umgekehrt. So wurden anfangs in der Tat Zinsanhebungen der Notenbanken durchgeführt, inzwischen befinden sich die Zinsen jedoch wieder auf Talfahrt. Auch die EZB hat unter Ihrem neuen Präsidenten Mario Draghi bereits zweimal an der Zinsschraube gedreht und den Leitzins um insgesamt 0,5% auf 1,0% reduziert. Die Angst um ein Abschwächen der Konjunktur ließ den Währungshütern keine andere Wahl. Selbst in China finden inzwischen erste Belebungsmaßnahmen statt, nachdem lange Zeit versucht wurde das rasante Wachstum im Zaum zu halten.

Rekordjagt beim Goldpreis

Selbstverständlich hatte das Jahr 2011 auch wieder neue Rekordmarken zu bieten. So durchbrach der Goldpreis während des Handelsverlaufs erstmals die Marke von 1.900 US-Dollar. Am 05. September wurde im Londoner Vormittagsfixing der Rekordpreis von 1.896,50 USD je Feinunze erzielt. Nachdem sich die Lage in Europa, insbesondere Griechenlands verschärfte, und gleichzeitig die USA ihre Haushaltsprobleme nicht lösen konnten, trieben Anleger den Kurs von Gold binnen kürzester Zeit auf neue Höchststände und die Marke von 2.000 USD wurde bereits angepeilt. Daraus wurde jedoch nichts. Vielmehr kam es zu einer der deutlichsten Konsolidierungen seit langem. Grund hierfür waren erhöhte Kapitalanforderungen für den Terminhandel mit Gold, wodurch zahlreiche Positionen glattgestellt wurden. Dies führte zu Preisrückgängen. Ähnliche Entwicklungen zeigten sich bereits Ende April, als Margenerhöhungen den Silberpreis von seinen Höchstständen bei rund 50 USD um fast ein Drittel nach unten drückten.

Physisches Gold nachgefragt

Ein weiterer Trend am Goldmarkt 2011 ging hin zu direkten physischen Engagements. Trotz Preisrückgängen blieb die physische Nachfrage auf sehr hohem Niveau, was auf Verkäufe am Terminmarkt hindeutet. So haben auch einige Investmentstars wie George Soros ihre verbrieften Goldbestände im zurückliegenden Jahr reduziert. Bei diesen Transaktionen stellt sich die Frage, ob es sich um Gewinnmitnahmen handelt oder die institutionellen Investoren dem Trend vieler Privatanleger hin zu physischen Engagements gefolgt sind. Ebenfalls großes Interesse an physischem Gold zeigten einmal mehr die Notenbanken. Auch diese traten 2011 wieder als Netto-Käufer auf. Weiterhin besteht gerade von Schwellenländern ein großer Bedarf die angesammelten Devisenreserven weiter zu diversifizieren, um so eine gewisse Unabhängigkeit vom USD zu erlangen.

Fazit: Goldkäufer sind auch 2011 mit dem Edelmetall gut gefahren. Politische und finanzielle Krisen und Unsicherheit haben die Nachfrage nach Gold gestärkt. Mit einer positiven Rendite von ca. 13% in USD oder rund 16% in EUR hat Gold seine Rolle als Inflations- und Krisenschutz erfüllt und die Zeichen deuten weiter auf ein Anhalten des Positivtrends hin.

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