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Gold – der König unter den Metallen

Gold ist das 79. Element im Periodensystem der Elemente. Das chemische Symbol AU leitet sich aus dem Namen AURUM ab. Die Geschichte des Goldes geht viele tausend Jahre vor Christi Geburt zurück.

Das Edelmetall Gold symbolisiert seit mehr als 5000 Jahren Wohlstand und Werterhalt. Niemand konnte sich dem Glanz und der Anziehungskraft des Goldes entziehen. In der Mythologie glaubt man, dass Gold übernatürliche Kräfte besitzt, die auf seinen Träger abstrahlen. Von Tutanchamun - welcher sein Grab aus purem Gold bauen ließ - bis hin zu ganzen Nationen wie die USA, die in Klondike im späten 19. Jh. in einen regelrechten Goldrausch verfielen.

Gold ist ein sehr weiches und resistentes Metall, welches oft mit anderen Metallen gemischt wird. Diesen Vorgang nennt man legieren. Den Anteil des Goldes an einer Legierung gibt man entweder in Karat oder in Tausendstel an. Von Feingold spricht man bei purem Gold von 24 Karat, welches 999,9 Tausendstel entspricht. Gold mit hoher Feinheit wird auch für die Geldanlage genutzt. Für diese Investitionstätigkeiten bedient man sich der Maßeinheit Feinunze. Eine Feinunze entspricht 31,1035 g Feingold. Goldkurse die man den Medien entnehmen kann beziehen sich in der Regel auf eine Feinunze.

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Angebot und Nachfrage

Gold ist beliebter und gefragter denn je. Zwar sind keine Währungen mehr an das Edelmetall gebunden, dennoch spielen die Zentralbanken mit ihren Goldvorräten eine immens große Rolle in der Preisfindung. Gold ist nicht nur bedeutend in der Geldanlage sondern spielt auch in der Schmuckindustrie eine wesentliche Rolle. 2009 waren die größten Förderländer für Gold China, Australien, USA und Südafrika. Allein in den letzten drei Jahren haben die Förderländer insgesamt knapp 12.000 Tonnen Gold abgebaut.

In 2009 erfuhr das Metall eine hohe Nachfrage. Sie kam zu 52% aus der Schmuckindustrie auf die Finanzindustrie entfielen 37 % und 11 % auf die weiterverarbeitende Industrie. Aufgrund der weltweit gestiegenen Preise für das Metall und der turbulenter gewordenen Aktienmärkte ist auch in Zukunft von einer konstant hohen Nachfrage nach Gold auszugehen. (Quelle: World Gold Council)

Goldangebot in Tonnen

Goldnachfrage in Tonnen

Gold als Zahlungs- und Reservemittel

Früher war der Wert des Geldes, etwa der eines Dollars, durch bei der Zentralbank gelagertes Gold gedeckt und änderte sich daher nur, wenn der Goldpreis sich änderte. Heute sind keine Währungen mehr an Gold gebunden. Dennoch bedienen sich viele Zentralbanken der Eigenschaft des Goldes als sicheren Hafens und der Diversifikation und stocken Ihre Vorräte wieder massiv auf. Rund 30.190 Tonnen Gold lagern in den Vorratskammern von Nationalbanken sowie Währungsinstitutionen und die Tendenz ist weiterhin steigend. Während in den vergangenen Jahrzehnten die Zentralbanken eher Nettoverkäufer des gelben Metalls waren zeugen immer mehr Berichte von einer Trendwende in diesem Verhalten. Schätzungen zufolge halten die Zentralbanken knapp 20% des Metalls. Sollte es wie jüngst angekündigt zu einer weiteren Aufstockung der Vorräte kommen, könnte dies erhebliche Einflüsse auf den Preis des Metalls haben. Schon jetzt hält die USA etwa 70 % Ihrer Reserven in Gold während die EZB auf ca. 25 % kommt. Im internationalen Durchschnitt liegt der Goldanteil der Reserven bei gerade mal 10 %. Potenzial könnte im weiteren Vorgehen Chinas liegen. Obwohl das bevölkerungsreichste Land der Erde mit Goldbeständen von 1054 Tonnen auf Platz 6 der Rangliste liegt, sind damit lediglich 1,6 % der riesigen Währungsreserven abgedeckt. (Quelle: World Gold Council)

Die größten Goldbestände

Währungsreserven

Wie kommt der Goldpreis zu Stande?

Auch das Gold findet seinen fairen Wert durch Angebot und Nachfrage. Die Preise für Edelmetalle werden täglich an den Finanzmärkten der Welt ermittelt. So konnte man in der Vergangenheit eine negative Korrelation von Aktien und Anleihen zu Rohstoffen nachweisen. In Zeiten starker Aktienmärkte gaben die Preise für Rohstoffe nach. Erst in unruhigen Zeiten und turbulenten Aktienmärkten suchten die Anleger den Weg zum Gold. Viele verschiedene Gründe sprechen für Goldinvestments. Insbesondere in Zeiten einer drohenden Inflation und einer ungewissen Zukunft kann der physische Besitz von Gold Sinn machen. Hierbei spielen die konjunkturellen Schwankungen eine große Rolle. In Zeiten guter wirtschaftlicher Zyklen tritt die Schmuckindustrie als größter Nachfrager nach dem gelben Metall auf während die Privatinvestoren eher in Krisenzeiten Gold als sicheren Hafen suchen.

Korrelation der Wochenrenditen

Korrelation der Wochenrenditen 5 Jahre

Der Preis des Goldes wird auf dem freien Markt am London Bullion Market bestimmt. Dort findet schon seit Jahrhunderten das so genannte Fixing des Goldpreises statt. Die wichtigsten Handelsplätze für Gold sind London, Zürich, Hongkong und New York. Ebenso von Bedeutung sind die Börsen COMEX, die größte Edelmetallbörse der Welt und die New York Mercantile Exchange (NYMEX).

Viele verschiedene Faktoren beeinflussen den Goldpreis:

  • Umgang der Zentralbanken mit ihren Goldreserven
  • Der aktuelle Kurs des US-Dollars (da Gold in USD gehandelt wird)
  • Angebot & Nachfrage
  • Zyklen der Weltwirtschaft
  • Politische Unruhen
Der Goldpreis gilt heute noch als wertvoller Krisen- und Inflationsbarometer.

Weltweiter Goldbestand

In der bisherigen Geschichte der Menschheit wurden Schätzungen des World Gold Councils zufolge bisher rund 165.000 t Gold gefördert. Hiervon entfallen 65 Prozent auf den Zeitraum nach 1950. (WGC) Würde man aus dem aktuell verfügbaren Gold einen Würfel bilden, besäße dieser lediglich eine Kantenlänge von gut 20 Metern oder - wie National Geographic es 2009 formulierte - würde die gesamte Goldmenge gerade zwei Olympiaschwimmbecken ausfüllen. Unter Berücksichtigung der aktuellen Weltbevölkerung entspricht dies einer Goldmenge von 24,3 g pro Kopf.

30.190 t (18,3 %) der gesamten Goldbestände weltweit entfallen auf Zentralbanken und andere Institutionen wie IWF oder EZB. Hierunter ist die Nationalbank der USA mit einem Goldbesitz von 8.133,5 Tonnen mit Abstand führend. An zweiter Stelle folgt Deutschland mit 3.406,8 Tonnen. Darüber hinaus wurden rund 79.000 t (51 %) als Schmuck verarbeitet, ca. 18.000 t (12 %) fanden in Kunstgegenständen Verwendung und etwa 25.000 t (18 %) werden in Privatbesitz als Barren oder Münzen gehalten.

Gold als Anlage

Immer mehr Investoren wenden sich von so genanntem „Papiergold“ ab und greifen immer verstärkter zu physischen Investments. Insbesondere nach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers ist der Glaube an reale Werte unter Anlegern mehr denn je gestiegen.

Investoren haben in Deutschland die Möglichkeit für Ihre Anlage zwischen Münzen und Barren aus Gold zu wählen. Die bekanntesten Goldanlagemünzen sind der Südafrikanische Krügerrand, der australische Nugget oder die kanadische Maple Leaf. Der American Eagle sowie der Wiener Philharmoniker und der der chinesische Panda sind ebenfalls beliebte Anlagemünzen. Goldbarren sind von verschiedenen Prägeanstalten erhältlich wie z.B. Heraeus.

In Deutschland ist der Verkauf von Goldbarren und Goldmünzen für die Geldanlage nicht auf Scheideanstalten und Banken beschränkt. Auf den Materialwert von Goldbarren oder Goldmünzen (sogenanntes Anlagegold) wird zudem keine Mehrwertsteuer erhoben, da die Besteuerung aufgrund einer EU-Regelung ausgesetzt ist. Nur der Formkosten-Anteil oder der Bankhandels-Anteil sind mit der üblichen Mehrwertsteuer belastet. Weitere Infos finden Sie » hier

Wussten Sie, dass...

  • der Name Gold wahrscheinlich von dem indogermanischen Wort „ghel“ herrührt. Es bedeutet so viel wie blank, schimmernd, aber auch gelb und glänzend.
  • nur ein Gramm Gold ausreicht, um daraus einen Draht auf 150m Länge zu ziehen.
  • Gold korrosionsfest ist – es rostet niemals.
  • eine Goldunze in der Dicke von Papier eine Größe von 10m2 erreicht.
  • ein Würfel Gold mit einer Länge, Breite und Höhe von je 37,3 cm eine Tonne wiegt.
  • als „Erfinder“ der Goldmünze als Zahlungsmittel ein König Namens Krösus gilt. Er lebte um das Jahr 650 vor Christus in Kleinasien.
  • das größte Goldlager der Welt sich nicht in Fort Knox befindet, sondern unter den Straßen von Manhattan. Die Adresse: 33 Liberty Street, NY. In einem Tresor im Keller der US-Notenbank lagert ungefähr ein Drittel der weltweiten Goldreserven.
  • der SPDR Gold Shares als weltweit größter ETF mit physischen Goldbeständen aktuelle bereits 1.236,89 Tonnen Gold in seinen Beständen führt (Stand 25.05.2010) und damit im Vergleich mit Notenbanken und Währungsinstitutionen auf Rang sechs hinter Frankreich und vor China einzuordnen ist.
  • das Verhältnis von Dow zu Gold (Dow/Gold-Ratio) zeigt, wieviel Gold man braucht um einen Anteil des Dow Jones Indexes zu kaufen. Dieses Verhältnis ist ein guter Indikator dafür wie ausgeprägt eine Rezession ist. Anfang 2009 war dieses Verhältnis genauso tief wie während der Weltwirtschaftskrise 1930.
  • getrieben von den Rezessionsängsten im März 2008 die Feinunze Gold zum ersten Mal in der Geschichte die magische Marke von 1000 USD erreichte.
  • der Goldpreis trotz aktueller Rekordpreise real noch weit entfernt von seinem 1980 erreichten Niveau bei 850 US-Dollar/Unze ist. Inflationsbereinigt würde dies einem heutigen Preis von 2.300 US-Dollar/Unze entsprechen. (Quelle: www.guardian.co.uk)
  • fast alle Felsen und Böden der Welt Goldspuren enthalten. Diese sind überwiegend jedoch so gering, dass sie weder sichtbar noch abbaubar wären. (Quelle: www.guardian.co.uk)
  • Gold unter der Bezeichnung E175 in der EU als sicherer Nahrungszusatz gelistet ist. (Quelle: www.guardian.co.uk)
  • Gold schon immer recycelt wurde. Heutiger Goldschmuck enthält daher wahrscheinlich Bestandteile die schon von den alten Römern oder Inkas getragen wurden. (Quelle: www.guardian.co.uk)
  • 250 Tonnen Fels für eine Unze Gold abgebaut werden müssen. (Quelle: www.guardian.co.uk)
  • das größte zusammenhängende Stück Gold (Nugget) „Welcome Stranger“ heißt und von John Deason und Richard Oates 1869 in Australien gefunden wurde. Das Nugget wog 2.248 Feinunzen (69,92 kg). Es wurde gerade einmal 5 cm unter der Erdoberfläche ausgegraben.