Edelmetall Erstellt am  4. Juli 2023
Gold Geschichte
WARUM HEISST GOLD GOLD?
Wie das Edelmetall zu seinem Namen kam.
Woher stammt Gold ursprünglich?
Vereinfacht gesagt: aus dem Weltall – Gold entsteht, wenn Sterne explodieren und die übriggebliebenen Fragmente kollidieren. Explodieren Neutronensterne, deren wesentlicher und namensgebender Bestandteil Neutronen sind, bleiben nach dem Verglühen Sternenreste zurück. Prallen diese mit großer Kraft und Geschwindigkeit aufeinander, kann Gold entstehen. Auf die Erde gekommen ist das Gold mit Meteoriten, in deren Gestein sich das Edelmetall befand. Da Gold sehr schwer ist, wanderte es bei der Entstehung der Erde in den Erdkern. Nachdem die zunächst flüssige Erdmasse abgekühlt war, lagerte sich das Edelmetall auch in und auf der Erdkruste ab. Auch durch Vulkanausbrüche kann ein Teil des Goldes wieder an die Erdoberfläche gelangen.
Wann und wo wurde Gold gefunden?
Es ist schwierig, den genauen Zeitpunkt der Entdeckung von Gold zu bestimmen, da es bereits in prähistorischer Zeit gefunden und genutzt wurde. Die ältesten bekannten Goldfunde stammen aus der Kupferzeit. Im Gräberfeld von Warna im heutigen Bulgarien wurden insgesamt etwa 3.000 goldene Objekte als Grabbeigaben niedergelegt. Sie werden zwischen 4600 und 4300 vor Christus datiert. Auch aus dem alten Ägypten stammen historische Goldfunde: In den Gräbern von Pharaonen wurde goldener Schmuck entdeckt, die bis in die Zeit von 4000 vor Christus zurückreichen. Im Laufe der Geschichte wurde Gold in verschiedenen Teilen der Welt gefunden und abgebaut, darunter in Mesopotamien, Persien, Indien, Zentralasien und China. Auch in Europa wurde Gold gefunden. Im 19. Jahrhundert wurde Gold in Australien und in den USA (insbesondere Kalifornien) in großen Mengen entdeckt. Dies führte zu einem Goldrausch und einem starken Anstieg der Goldproduktion. Heute wird Gold in vielen Teilen der Welt abgebaut, einschließlich Australien, Südafrika, Russland, Kanada und den USA.
Woher hat Gold seinen Namen?
Es gibt verschiedene Theorien, woher Gold seinen Namen hat. Eine besagt, dass es aus dem Indogermanischen von dem Begriff „ghel“ abstammt, was so viel wie „glänzend“ oder „gelb“ heißt. Eine andere Theorie besagt, dass der Name vom althochdeutschen Wort „golt“ abgeleitet ist, was „glänzendes Metall“ bedeutet. Das chemische Kürzel für Gold lautet „Au“ und leitet sich von der lateinischen Bezeichnung Aurum ab.
Wie hat sich die Rolle von Gold in der Gesellschaft verändert?
Gold fasziniert die Menschen schon seit einigen Jahrtausenden. Dies dürfte nicht nur an dem als schön empfundenen Glanz des Edelmetalls liegen, sondern auch an seiner Unvergänglichkeit und seiner leichten Verarbeitbarkeit. Die extreme Seltenheit des Edelmetalls führte schnell dazu, dass es als Schmuck genutzt wurde und zum Synonym für Reichtum, hohe gesellschaftliche Stellung und Macht avancierte. Weiterhin fungierte es bereits in der Antike und im Mittelalter als Zahlungsmittel, das im Laufe der Zeit weltweit akzeptiert wurde. Da Gold als wertbeständig gilt und als Rohstoff begrenzt ist, war im 19. und 20. Jahrhundert eine Zeit lang in Europa und in den USA der Goldstandard verbreitet. Herzstück dieser Währungsordnung war die Garantie stabiler Wechselkursraten für die Konvertibilität nationaler Währungen in Gold. Heute spielt Gold als Teil des Währungssystems keine Rolle mehr, wird aber nach wie vor als Rohstoff von hohem Wert gehandelt. So wird Gold weltweit an vielen Märkten beinahe rund um die Uhr ge- und verkauft. Ein Großteil der weltweiten Goldnachfrage kommt von der Schmuckindustrie. Außerdem halten Zentralbanken in weiten Teilen der Welt große Goldbestände. Gold wird darüber hinaus heute von kleinen und großen Investoren als Vehikel zur Wertsicherung und als Anlageklasse genutzt.

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