Edelmetall Erstellt am  4. Juli 2023
Umlaufmünzen
WAS SIND UMLAUFMÜNZEN?
Der Unterschied zwischen Umlauf- und Anlagemünzen.
WAS SIND UMLAUFMÜNZEN?
Umlaufmünzen, auch Kursmünzen genannt, sind Münzen, die in dem ausgebenden Staat als gesetzliches Zahlungsmittel gelten. Umlaufmünzen hat quasi jeder als Zahlungsmittel im Portemonnaie.
WELCHE UMLAUFMÜNZEN GIBT ES?
Bei Umlaufmünzen gibt es im Euroraum 2 Kategorien. Neben den regulären Münzen, die es in 8 Stückelungen von 1 Cent bis 2 EUR gibt, zählen auch die 2-EUR-Gedenkmünzen. Diese können 1- bis 2-mal jährlich zum Gedenken an ein bestimmtes Ereignis ausgegeben werden. Beide Kategorien werden in den Euromitgliedsstaaten als Zahlungsmittel anerkannt.
WELCHE ARTEN VON MÜNZEN GIBT ES?
Außer den Umlauf- und Gedenkmünzen gibt es noch Anlagemünzen, Sammlermünzen, Kurantmünzen und Lochmünzen. Anlagemünzen, auch Bullionmünzen genannt, dienen nicht als Zahlungsmittel, sondern – wie der Name schon sagt – als Wertanlage. Typische Anlagemünzen sind aus Gold, Silber oder Platin. Kurantmünzen sind im Prinzip Kursmünzen, deren nomineller Wert durch den Eigenwert der Münze, die oft aus Gold oder Silber besteht, gedeckt ist. Kurantmünzen wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch Kursmünzen abgelöst. Lochmünzen sind gewöhnliche Münzen, die in der Mitte ein Loch haben. Das Loch dient der Materialeinsparung, welche die Kosten bei der Herstellung senkt. Die ersten Lochmünzen waren die 5- und 50-JPY-Münzen in Japan, die noch heute im Umlauf sind. In Europa hingegen spielten Lochmünzen keine große Rolle. Sie wurden lediglich in größeren Krisenzeiten eingesetzt, als die Ressourcen knapp wurden. Heute gibt es in Europa keine Lochmünzen mehr.
WIE UNTERSCHEIDEN SICH UMLAUFMÜNZEN VON SAMMLER- ODER ANLAGEMÜNZEN?
Sammlermünzen, die bei Sammlern beliebt sind, werden immer wieder geprägt. Sie sind vorwiegend für den Verkauf an Münzsammler bestimmt. Zu ihnen gehören beispielsweise Gedenkmünzen, die durch ihr Motiv an denkwürdige Ereignisse erinnern. So gab die Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2015 die 25-EUR-Münze zum Jahrestag der deutschen Einheit (1990) heraus. Sammlermünzen dienen in erster Linie als Erinnerungsstücke. Ihr Materialwert liegt in der Regel unter dem aufgedruckten Nennwert. Bei Anlagemünzen ist es genau umgekehrt: Ihr Materialwert übersteigt den aufgeprägten Nennwert der Münze. Ihr Wert wird durch das entsprechende Edelmetall bestimmt. Da der Wert von Anlagemünzen bei steigenden Preisen des jeweiligen Edelmetalls zunimmt, können sie auch als Wertanlage genutzt werden.
WELCHE UMLAUFMÜNZEN SIND WERTVOLL?
Vor allem seltene und gut erhaltene Umlaufmünzen können wertvoll sein – z. B. alte deutsche Münzen aus D-Mark-Zeiten. Dies gilt etwa für 2-Pfennig-Stücke aus den Jahren 1968 und 1969, von denen nur 500 Stück aus reinem Kupfer geprägt wurden. Ihr Katalogpreis bewegt sich zwischen 2.000 und 5.000 EUR.

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