Fundamentale bei Silber Treiber bleiben intakt
Was für eine Rally: Seit Beginn dieses Monats hat der Silberpreis um bis zu 18 Prozent auf rund 86 Euro zugelegt. Auf der anderen Seite waren die Notierungen im Januar bereits auf ein Allzeithoch von 120 Dollar je Feinunze gestiegen – nicht nur, aber vor allem auch wegen der hohen Nachfrage aus der Industrie. Schließlich entfällt rund die Hälfte der weltweiten Silbernachfrage auf industrielle Anwendungen.
Die zwischenzeitliche Preisabschwächung hat den Nachfragedruck zwar etwas gemildert. Dennoch dürfte die industrielle Nachfrage nach dem Rekordniveau des Jahres 2024 und dem anschließenden leichten Rückgang 2025 auch in diesem Jahr voraussichtlich nochmals leicht zurückgehen. Langfristig bleiben die Perspektiven jedoch überaus positiv. Ein Grund: Die Photovoltaikindustrie, die aufgrund des stetig steigenden Strombedarfs wohl so schnell nicht an Bedeutung verlieren dürfte, im Gegenteil.
Solarindustrie als Wachstumstreiber
Fakt ist: Photovoltaikmodule benötigen Silber als unverzichtbaren Leitwerkstoff. Nahezu jede installierte Solaranlage zieht den Verbrauch von mehreren Kilogramm Silber nach sich. Mit dem massiven Ausbau der Solarkapazitäten in China und Indien steigt damit auch die industrielle Nachfrage nach Silber nachhaltig. Allein die Volksrepublik, die den Ausbau ihrer Solarkapazitäten mithilfe staatlicher Subventionen massiv vorantreibt, könnte ihre installierte Solarkapazität in diesem Jahr um bis zu 280 Gigawatt erhöhen. Bis zum Ende des Jahrzehnts rechnet Wang Bohua, Vorsitzender der China Photovoltaic Industry Association, mit jährlichen Zubauten von rund 238 bis 287 Gigawatt.
Indien dürfte derweil seine bisherige Zielsetzung von 300 GW bis 2030 übertreffen, nachdem bereits rund 140 GW ans Netz gebracht wurden. Vor diesem Hintergrund bleibt die Nachfrage aus der Solarindustrie, die aktuell rund 17 Prozent des weltweiten Silberbedarfs abdeckt, auf hohem Niveau und wirkt als stabilisierender Faktor für den Kurs des Edel- und Industriemetalls.
Anhaltendes Angebotsdefizit
Neben Solarenergie sorgen auch der Ausbau von Dateninfrastruktur, die Elektrifizierung des Verkehrs und Investitionen in Stromnetze für zusätzliche Impulse. Geopolitische Spannungen wie der Konflikt im Iran könnten insbesondere in Europa und Asien den Druck erhöhen, die Energieversorgung zu diversifizieren und die Abhängigkeit von fossilen Importen zu reduzieren. Eine nachhaltige Entspannung in der Region würde hingegen die industrielle Nachfrage stimulieren – während sinkende Ölpreise die Inflationserwartungen dämpfen und den Spielraum für weitere Zinserhöhungen begrenzen könnten. In einem solchen Umfeld gewinnt Silber gegenüber festverzinslichen Anlagen an Attraktivität.
Fundamental bleibt der Silbermarkt angespannt. Nach den aktuellen Prognosen des Silver Institute in Zusammenarbeit mit Metals Focus dürfte der Markt in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal in Folge ein Angebotsdefizit verzeichnen, das mit rund 46,3 Millionen Unzen leicht über dem Vorjahreswert von etwa 40,3 Millionen Unzen liegt.
Günstiger Dollar kurbelt Kaufkraft für Silber an
Neben Solarenergie sorgen auch der Ausbau von Dateninfrastruktur, die Elektrifizierung des Verkehrs und Investitionen in Stromnetze für zusätzliche Impulse. Geopolitische Spannungen wie der Konflikt im Iran könnten insbesondere in Europa und Asien den Druck erhöhen, die Energieversorgung zu diversifizieren und die Abhängigkeit von fossilen Importen zu reduzieren. Eine nachhaltige Entspannung in der Region würde hingegen die industrielle Nachfrage stimulieren – während sinkende Ölpreise die Inflationserwartungen dämpfen und den Spielraum für weitere Zinserhöhungen begrenzen könnten. In einem solchen Umfeld gewinnt Silber gegenüber festverzinslichen Anlagen an Attraktivität.
Fundamental bleibt der Silbermarkt angespannt. Nach den aktuellen Prognosen des Silver Institute in Zusammenarbeit mit Metals Focus dürfte der Markt in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal in Folge ein Angebotsdefizit verzeichnen, das mit rund 46,3 Millionen Unzen leicht über dem Vorjahreswert von etwa 40,3 Millionen Unzen liegt.